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Re/ Neuland – Über Dateneigentum bei Ebooks

Donnerstag, Januar 7th, 2016
Jakub Hałun, CC0, 1.0

Jakub Hałun, CC0, 1.0

Golem berichtete zum Jahresende über eine politische Initiative für den Weiterverkauf von Ebooks. Papierbücher könnten weiterverkauft werden, Ebooks hingegen nicht: Gegen diesen Unterschied wolle die Landesregierung Nordrhein-Westfalen nun vorgehen.

Die Debatte über einen digitalen Gebrauchtmarkt ist nicht neu, und sie wird international schon lange geführt (in Deutschland und den Niederlanden beschäftigt die Frage nach der Möglichkeit zum Wiederverkauf von Ebooks die Gerichte). Einen konstruktiven Beitrag dazu kann ich aber auf dem vom Justizministerium eingerichteten Portal Digitaler-Neustart.de bislang nicht erkennen. Ich möchte jedenfalls im Folgenden dazu beitragen, indem ich eine Reihe von Aspekten und Fragen in die Diskussion einbringen möchte.

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Das politische Postulat über den Wiederverkauf von Ebooks, wie es sich aktuell manifestiert, ist absurd und gefährlich. Denn einerseits verunsichert es die Autor*innen und Verlage in einer allgemein schwierigen Situation der digitalen Transformation. Andererseits unterstellt es eine Verbesserung einer zugestanden nicht zufrieden stellenden Situation für Leser*innen bei der Nutzung von Ebooks. Zu Ende gedacht läuft die Forderung nach einem digitalen Gebrauchtmarkt aber der eigenen Intention zuwider. Es ist ärgerlich, dass eine informierte Diskussion öffentlich nicht wirklich geführt wird.

Vermeintlich im Sinne der Verbraucher möchte Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) es Leser*innen ermöglichen, einmal erworbene Ebooks weitergeben, verkaufen oder verleihen zu können. Eine Initiative im Bundesrat ist geplant.

Wo Leser*innen bislang ein Nutzungsrecht erworben haben, sollen sie in Zukunft ein Eigentum an einem digitalen File besitzen. Denkt man diese Logik zu Ende, dann folgen daraus aber mindestens zwei Konsequenzen:

Entweder führt man das erst unlängst von den Verlagen in Deutschland selbst und freiwillig abgeschaffte DRM wieder ein (hat man von dieser positiven Entwicklung im NRW-Justizministerium schon einmal gehört?) oder es entsteht möglicherweise ein entweder völlig ungehegter oder technisch und administrativ überregulierter Markt für digitale Files mit einer Vielzahl von Plattformen, deren „Tücken“ noch viel unüberschaubarer sein werden als von den Plattformen, vor denen Kutschaty (so im Post von Golem zitiert) warnt. Ohne Zweifel aber gefährdet eine solche Initiative zur Schaffung Gebrauchtmarkts für Ebooks einen jungen, noch immer im Aufbau begriffenen Markt für digitale Inhalte ganz erheblich.

Sinngemäß würden Super-Plattformen ihren Nutzer*innen heutzutage AGB aufzwingen und ihnen den anonymen Zugang zu den gekauften Files erschweren. Persönlichkeitsrecht, Verbraucher- und Datenschutz, Vertragsrecht und Urheberrecht werden (zumindest in dem Post bei Golem) nicht wirklich differenziert. Dabei tun diese Plattformen genau das, was bislang Recht und Gesetz ist, nämlich Leser*innen ein zeitlich und räumlich möglicherweise beschränktes Nutzungsrecht einzuräumen. Dass man dazu die „Kontrolle“ über die Nutzer-Bibliotheken behalten muss, dass erschließt sich aus der Sache. Ein häufig in diesem Zusammenhang vernommenes Argument, die Plattformen würden das Leseverhaltens der Nutzer*innen überwachen, ließe sich leicht durch einen Wechsel des Ebook-Anbieters aus der Welt räumen, sollten Nutzer*innen hier wirklich bedenken haben. Es gäbe einige Ansätze, die aufgeführten Probleme einer Lösung zuzuführen. Davon hört man aber nichts.

Stattdessen steht ein „Gegenvorschlag“ im Raum, der gerade diesen Aspekt der Kontrolle in weitaus stärkerem Maße wieder ins Spiel bringt. So spricht man auf der Plattform Digitaler-Neustart.de von der Einführung eines „Dateneigentums“ nebst einer technischen Implementierung zur Kontrolle der Eigentumsrechte:

Denkbar wäre es, ein „Dateneigentum“ gesetzlich zu regeln, das übertragen und vererbt werden kann. Wer seine Daten auf fremden Servern ablegt (Cloud-Computing) wäre als „Dateneigentümer“ besser geschützt, z.B. im Falle der Insolvenz des Serverbetreibers. Dann müsste man auch festlegen, wem die Daten zuzuordnen sind, die Maschinen automatisch erzeugen und übermitteln. (Quelle)

Faktisch bedeutet die Forderung nach einem „Dateneigentum“ aber nichts anderes als die Forderung nach einer intelligenteren Kontrolle, einem „sophisticated DRM“, wie es beispielsweise von dem Sony-Spinoff Denuvo angeboten wird. Verschlüsselte Files könnten über eine zentrale Verwaltung einem Besitzer zugeordnet werden, eine Übertragung des Eigentumsrechts oder ein Verleih wäre so prinzipiell möglich, wenn das Eigentum von einer Nutzer*in zur nächsten überginge.

Aber hatten Verlage nicht erst im letzten Jahr sich von einem über alle Maßen benutzer-unfreundlichen DRM verabschiedet? (Hat man von dieser Entwicklung im Justizministerium Kenntnis?) – Wie kam diese Entwicklung zustande? Es waren Ressentiments und konkrete Beschwerden von Leser*innen und aus dem Buchhandel, die Verlage zum Umdenken bewegten. Die technischen DRM-„Lösungen“ der Firma Adobe waren unbezweifelt der ‚worst case‘ für den politisch doch so gewollten stationären Buchhandel und die Akzeptanz von Ebooks insgesamt, und sie haben wesentlich zum Erstarken weniger Verkaufsplattformen geführt. Und jetzt soll eine technisch skalierbare, zentrale Lösung Abhilfe schaffen? Eine Lösung, die Nutzerfreundlichkeit mit Performanz und Dauerhaftigkeit verbindet?

Hier fügt sich ein nicht abzuschließender Katalog von Fragen an:

– Woher sollte diese Lösung denn kommen? Wer sollte sie entwickeln und anbieten? Wer finanzieren?
– Wer sollte diese Lösung betreiben und die Betreiber kontrollieren?
– Könnte es eine dezentrale Lösung geben, wo mehrere Anbieter zugleich die Rechteverknüpfungen, nein, die Eigentumsbeziehungen steuern und kontrollieren?
– Wer hätte dann alles Zugriff auf die Bestände der persönlichen Bibliotheken? Vielleicht ist es Leser*innen ja vielleicht sogar lieber, dass z.B. nur Amazon über das Leseverhalten informiert ist, an Stelle (de)zentraler Institutionen zur Eigentumsverwaltung?
– Wer wäre zuständig für den Kundensupport bei technischen Fehlern und Problemen? Wie werden also Buchhändler, Verlage und Autor*innen in die Lage sein, Ebooks direkt zu verkaufen, wobei einzelne Transaktionen technisch registriert werden müssten? Ging es nicht gerade um die Vereinfachung der Transaktionen?
– Und vor allem, werden die großen Ebook-Plattformen mit ihren eigenen Apps, Ebook-Lesegeräten und DRM-Systemen diese (de)zentralen Institutionen oder Drittanbieter zur Verwaltung von digitalem Dateneigentum technisch und strategisch unterstützen? Wird man also z.B. Amazon dazu bewegen können, Transaktionen und Informationen über das Dateneigentum an Dritte zu übermitteln, damit eine (de)zentrale Eigentumsverwaltung in die Lage versetzt werden könnte, Nutzer*innen den Übertrag digitaler Inhalte zu ermöglichen?

Und nicht zuletzt stellen sich weitere, grundlegende Fragen (alle für sich sind eigene, umfassend komplexe Themen, die jeweils einen separaten Post verdient hätten):

– Könnte ein „sophisticated DRM“ Piraterie wirksam verhindern (besser als jede Verschlüsselungstechnologie bislang)?
– Wie könnte eine lokale, politische Regulierung im Kontext der zunehmenden Globalisierung der digitalen Märkte überhaupt funktionieren?
– Würde das „Dateneigentum“ nur für klassische Ebooks gelten (wie z.B. EPUB- oder MOBI-Files) oder auch für Online-Publikationen, also digitalen Inhalten, die über Browser gelesen werden können? Gäbe es damit ein Eigentumsrecht an Webinhalten?

Wenn man diesen Fragenkatalog genau betrachtet und durchdenkt, dann braucht man sich vermutlich keine Sorgen zu machen über die Wahrscheinlichkeit der Einführung eines technisch kontrollierten „Dateneigentums“. Aber mangelnder Realitätsbezug hat noch keine politische Entscheidung in Neuland je beeinflusst.

Unabhängig von einer Vielzahl weiterer, negativer Auswirkungen für Rechteinhaber*innen und Ebook-Shops würde es für Autor*innen und Verlage sehr schwer werden, ihr Geschäftsmodell anzupassen (was ja an sich nichts Schlimmes wäre). Ebooks sind ein Medienprodukt, das in der Regel nur einmal konsumiert wird und keinen bleibenden oder repräsentativen Wert besitzt. Geht man nun als Rechteinhaber*in oder Urheber davon aus, dass einzelne Titel potenziell unendlich oft digital weitergegeben oder verkauft werden können, dann stellt sich nicht allein die Frage nach dem richtigen Pricing der initialen Transaktion, sondern auch die Frage nach dem Geschäftsmodell für Autor*innen und Verlage insgesamt.

Die Preise für Ebooks würden sich um ein Vielfaches erhöhen müssen, weil Autor*innen und Verlage von einer geringeren Anzahl initialer Transaktionen ausgehen müssten. Die Backlist der Verlage und Autor*innen würde entwertet. Dies wäre der Tod des Ebooks und seiner Wertschöpfung, wie wir sie bislang kennen, denn Preise für Ebooks müssten weit über denen von gedruckten Büchern liegen, damit sich ein Angebot in irgendeiner Form rechnen ließe. Ein Vergleich zwischen dem Gebrauchtmarkt für gedruckte Bücher und Ebooks geht fehl, denn gedruckte Bücher haben auch nach ihrer Lektüre einen Wert, sei es nur der repräsentative Zweck in der eigenen Bibliothek oder die Freude, die mit dem Sammeln physischer Gegenstände verbunden ist.

Das branchen-politische Versagen im Zusammenhang mit der VG Wort (nicht nur in Bezug auf das Verhältnis von Urheber*in und Verwerter*in, sondern in Bezug auf digitale Inhalte insgesamt) lässt nicht darauf schließen, dass Verwertungsgesellschaften hier einen konstruktiven Beitrag leisten würden zur Unterstützung eines funktionierenden Geschäftsmodells auf Basis eines „Dateneigentums“.

Der wesentliche Unterschied zwischen einem physischen Buch und einem Ebook ist der Erschöpfungsgrundsatz, den man virtuell digital neu einführen müsste, wenn ich das richtig sehe. Das wäre eine Abkehr von einer mittlerweile digitalmedien-übergreifend gelernten digitalen Praxis. – Die Lizenz ist ein gutes Modell, denn sie regelt, was eine Nutzer*in mit einem digitalen Inhalt tun kann oder lassen soll. Sie hegt die unkontrollierte und ungewünschte Proliferation von digitalen Inhalten und pflegt die urheberrechtlichen Bindungen der Urheber*innen an ihr Werk, das sie ihren Leser*innen digital zur Verfügung stellen (eine Diskussion, die die Urheberrechtsdebatte des 18. Jahrhundert bestimmt hat, von der man sich aber in digitaler Hinsicht nicht hat inspirieren lassen).

*

Ich verstehe diese Initiative des Justizministeriums NRW durchaus auch im Kontext der Bestrebungen der Lobbyisten-Verbände zur Senkung der Mehrwertsteuer für digitale Bücher. Hier hat man offenbar Fortschritte erzielt, und dieses Thema auf nationaler und europäischer Ebene vorangetragen. Man kann nur hoffen, dass mit dieser Forderung nicht zugleich eine Neuregelung des digitalen Marktes im Sinne eines „Dateneigentums“ verknüpft ist. Denn das wäre weit mehr als nur eine unerwünschte Nebenwirkung.

Und nicht zuletzt stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Preisbindung für Ebooks. Unterliegen gebrauchte Ebooks der Preisbindung oder nicht? Eine Frage, die sich erübrigt, wenn Ebooks als Schenkung den Eigentümer wechseln würden, klar. Aber für eine weitere, ausführliche Betrachtung dieses Aspekts fehlt mir zum jetzigen Zeitpunkt die Fantasie.

Insgesamt kann man nur hoffen, dass aus dem digitalen Neustart kein digitaler Fehlstart wird. Neue gesetzliche Regeln sollten unter technischen, politischen, rechtlichen, kulturellen und ökonomischen Gesichtspunkten umfassend und klug durchdacht und für Rechteinhaber*innen und Konsument*innen ausgewogen konzipiert werden. Ein frommer Wunsch. Im Zusammenhang mit der Forderung nach einem „Dateneigentum“ bei Ebooks scheint mir weder das eine noch das andere der Fall.

(Sebastian Posth, 7. Januar 2016)

Dem Blog Edel & Electric habe ich zu diesem Post ein Interview gegeben:

Zu Re/ Neuland – Über Dateneigentum bei Ebooks, Interview mit Mara Giese

Diskussion und Kommentare gern auf Facebook. Ich freue mich über Likes der Facebook-Seite.

A Case Study in Selling E-Books Abroad: Bastei Lübbe’s Apocalypsis

Freitag, August 17th, 2012

It has been frequently noted that with digital publishing there is a significant opportunity for publishers to translate e-book editions into foreign languages in-house in order to distribute and sell them internationally. In June, Bastei Lübbe, one of Germany’s top trade publishers, began offering Apocalypsis — a bestselling German serialized digital-first publication — in the US and UK markets. It is a milestone move for the company and truly remarkable in many ways, which I’ll explain.

In the past several years Bastei Lübbe has gone through a significant change, moving from Bergisch-Gladbach to Cologne, and transitioning from a publisher of mass market dime novels into one of the top addresses for digital innovation in German publishing. And it did so without sacrificing its roots, but rather by transforming them.

Within these few years Bastei Lübbe has become a media company that not only preaches the cross-media exploitation of content, but also executes. Non-book and merchandising have become an important part of the publishing business, and departments for crossmedia marketing were established in order to license content and rights for TV, movie, and game production.

Moving to In-House Digital Development

E-books, naturally, have become a top priority. Going back two years, Bastei Lübbe established Bastei Entertainment, a stand-along department responsible for the creation and editing of e-books and focusing on the marketing and distribution of digital content, the majority of it created in-house.

With Bastei Entertainment conceiving and creating new content, capital investment was needed, and Lübbe successfully offered 30 million euros in public corporate bonds with an annual interest rate of 6.75% and a term of five years. Seventy-five percent of the bonds were acquired by institutional investors and asset managers, and twenty-five percent by private investors (read more here) — quite a unique scenario in German publishing.

In this institutional context, the company developed Apocalypsis, a digital multimedia web novel that served as a lighthouse project. And its immediate success (considering the nascent e-book market in Germany) — with the prologue downloaded 100,000 times, and weekly downloads of about 2,000 copies more — proves Lübbe right.

Apocalypsis is a genre title, and its story is inspired by one of Bastei Lübbe’s best selling paperback titles of recent years. You might just recognise the concept…

“Rome, May 2011. After the shocking abdication and disappearance of Pope John Paul III, close confidants of the Pope are being murdered. Peter Adam, a German journalist, and his American colleague, Loretta, begin to investigate the case. Their only lead is a book about mystical symbols predicting an unsettling event which is to take place in ten days’ time.”

But here I would like to focus on the way the title was published rather than on its content. Apocalypsis is a “digital first” publication, composed as a web-novel, structured in seasons with 12 episodes, each about 60 “pages” long, published in weekly instalments.

Apocalypsis was designed and developed for digital devices. Every episode was published simultaneously as an e-book and an e-book-app, containing multimedia material and audio. In the English-language markets these are priced $1.99 USD and 1.59 GBP for single episodes, or $18.99 USD and 13.49 GBP for the whole season; the opening episode can be downloaded for free. The story currently up to episode 8 in English-language editions is available via the iBookstore or Barnesandnoble.com.

How It Was Done, Lessons Learned

One can truly call it a challenge not only to write and produce the e-book formats and apps, but also to market the different editions with its media enhancements and different price structures. Lübbe gained experience from it accordingly.

Apocalypsis was not written by a traditional author, but by the screenwriter Mario Giordano, who has–in addition to children books — also written screenplays for Germany’s most popular “Tatort” crime series. Interestingly, in the case of Apocalypsis the author did not come to the company with the story. Rather, it happened the other way round: the idea for Apocalypsis was conceived in-house by Bastei Entertainment who then sought out an author capable of “interactive storytelling.” After he was hired, Giordano wrote the text in collaboration and in weekly sessions with app programmers and audio designers to ensure a compact and interactive multimedia experience.

In my opinion, this is an exceptional and exemplary way of writing stories in the future!

Apocalypsis was released in Germany at the end of 2011 and immediately offered some new lessons, not the least of which was showing how, each new weekly publication upon entering the download bestseller charts, recommendation lists, or genre pages of the various e-book stores, was leading readers back to the previous episodes. Users happening upon, say, the third episode, might get curious and start downloading the initial episode, thus becoming a convert to the whole series. This way, Apocalypsis has managed to sustain the attention of the audience for more than twelve weeks, something not likely to happen with single e-book publications that usually have a very short attention peak. In general, Apocalypsis teaches publishers various lessons for e-book marketing. It surely was an advantage for Lübbe that they learned and executed fast. In addition, although the title was primarily conceived and marketed digitally, the paperback edition went on to sell 60,000 copies.

Translating and Selling It Abroad

The investment in the project has been enormous. Despite the fact that the German e-book market is growing fast, it is still running two, maybe three years behind the US market. The market share of e-books compared to the overall book market is 1%, compared to approximately 20% in the US and 8% in the UK. In order to cover the costs, Lübbe decided to invest additional money and translate Apocalypsis right from the beginning, with a plan to publish it in the US and UK markets. What’s more, Lübbe will be releasing a Mandarin (Chinese) and a Spanish version of Apocalypsis soon.

Different approaches for different markets! Whereas the English version was translated in-house and distributed by Bastei Lübbe themselves, the Spanish and Mandarin version will be translated abroad and marketed internationally as a joint venture together with local publishing, distribution and retail marketing partners in Spain and China.

By doing so, Bastei Lübbe has demonstrated that there are alternative ways to distribute content to foreign countries apart from simply licensing it to publishers abroad. It will be interesting to learn, which way will be the most successful in a growing international e-publishing ecosystem.

(The post was originally published via www.publishingperspectives.com and edited by Ed Nawotka. Thanks!)

 

Standards für das digitale Spielfeld

Montag, Oktober 10th, 2011

Mein Interview mit Jenn Webb über digitale Rechteverwaltung und Standards für E-Book Abrechnungen, erschienen im im O‘Reilly-Blog, ist in deutscher Übersetzung auch im Buchreport.blog erschienen.

„Der Gründer der digitalen Verlagsauslieferung Zentrale Medien und später Leiter der Digitalen Distribution der Arvato media GmbH, hat sich zuletzt mit Mike Röttgen (Arvato Publisher Services) dafür eingesetzt, die Meldungen von E-Book-Verkäufen zu standardisieren, und so der AG Pro im Börsenverein eine Steilvorlage gegeben. Auf der Konferenz Tools of Chance TOC wird Posth am Dienstag, 11. Oktober 2011, über Standardisierungen in der digitalen Branche referieren.“ (Buchreport)

Hier das Interview:

Wie haben sich Rechte und Lizenz-Fragen verändert im Angesicht einer zunehmenden Internationalisierung des E-Book Marktes? Welche neuen Probleme kommen hinzu, die nicht bereits im Printgeschäft existieren?

Mit dem Aufkommen neuer digitaler Nutzungsarten für urheberrechtlich geschützte Werke (Download à-la carte, Ausleihe, cloud-basiertem Daten-Streaming, Subskriptions-Modelle und Abo-Dienste vergleichbar Napster oder Spotify in der digitalen Musikwelt etc.) und einer rasch wachsenden Anzahl von Plattformen und Shops, die ihren Kunden digitale Inhalte anbieten, werden Verwertung und Verwaltung digitaler Nutzungsrechte zu einer Herausforderung für Verlage.
Verleger sind konfrontiert mit langen und zuweilen sehr komplexen Vertragswerken der großen, international agierenden Handelspartner und zahlreicher lokaler E-Book-Shops und Zwischenhändler. Bei allen Verträgen stellen sich ihnen eigentlich immer die gleichen Fragen: Bin ich überhaupt im Besitz der Rechte, die diese Unternehmen von mir einfordern? Wie behalte ich den Überblick über meine Rechte und Verträge? Wie vermeide ich es, dass ich nicht durch die Unterschrift unter den einen Vertrag gegen eine Vereinbarung des anderen Vertrags verstoße oder in einen Rechtekonflikt mit meinen Lizenzgebern gerate?

Wie unterscheiden sich aber digitale Rechte von traditionellen Print-Rechten?

Beim Verkauf von Büchern gilt der sogenannte „Erschöpfungsgrundsatz“. Dieser besagt, dass sich das exklusive Verbreitungsrecht des Rechteinhabers an einem Werkexemplar erschöpft hat, wenn er dieses Exemplar einmal in den Verkehr gebracht hat. Der neue Eigentümer eines Buches darf dieses Exemplar z.B. wieder verkaufen, verleihen, verschenken oder für anderen Zwecke verwenden, ohne weitere explizite Erlaubnis des ursprünglichen Rechteinhabers. Keine Buchhandlung benötigte deshalb jemals einen Lizenzvertrag mit den Verlagen, um Bücher zu verkaufen oder zu verleihen.

In der digitalen Welt gibt es den “Erschöpfungsgrundsatz” so nicht. Vielmehr müssen digitale Inhalte eine Rechtekette durchlaufen, die sich durch eine lückenlose Reihe von aufeinander folgenden und wechselseitig miteinander in Bezug stehenden Rechteübertragungen auszeichnet – vom Autor über den Verlag und seinen Digitalvertrieb oder Großhändler bis zum Shop und Leser. Und diese Rechtekette muss solange bestehen, wie ein urheberrechtlich geschütztes Werk aktiv genutzt wird. Wenn eine öffentliche Bibliothek z.B. ein E-Book von einem Verlag oder Aggregator „gekauft“ hat, muss sie dennoch die Rechte an diesem Werk berücksichtigen, solange die Bibliothek ihren Bibliotheksnutzern die Ausleihfunktion anbietet.

Was hat diese Rechtekette für Auswirkungen auf internationale Handelsbeziehungen? Sorgt sie dafür, dass digitale Rechte anders behandelt werden müssen als herkömmliche Print-Rechte?

Die weltweite Distribution von E-Books eröffnet großen und kleinen Verlagen viele Chancen. Jeder Verlag, selbst jeder sich selbst-verlegende Autor kann heute seine Bücher ohne großen Aufwand und Vorab-Investitionen in Herstellung, Druck und Vertrieb weltweit an Leser von Anchorage (Alaska) bis Zhengzhou (China) verkaufen, ohne die Titel jemals auf „nicht lieferbar“ oder „vergriffen“ setzen zu müssen.
Zugleich aber sind die rechtlichen Aspekte dieser weltweiten Distribution für kleine oder mittelständische Verlage fast unmöglich zu überschauen: Was für steuerliche Auswirkungen hat die Unterzeichnung eines Agency Vertrags in den USA für einen europäischen Verlag? Verletzt der skandinavische Erotik-Bestseller Gesetze in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Australien? Welche Details lokaler Preisbindungsgesetze, wie z.B. in Ländern wie Frankreich, müssen bedacht sein?

Wie wirken sich diese Probleme auf Autoren, Verleger, Leser und die Verlagsbranche als Ganzes aus?

Im Moment sind es die Verlage und die Shopbetreiber, die am stärksten von der Komplexität dieser digitaler Rechtesituationen betroffen und durch sie herausgefordert werden. Deshalb ist es eine natürliche Reaktion, zu versuchen immer möglichst alle Rechte für alle möglichen und unmöglichen Arten der digitalen Nutzung von den Lizenzgebern einzuholen, nur um auf der sicheren Seite zu sein.

Wenn wir es als Branche erreichen können, die individuelle Rechtesituation eines digitalen Titels klarer zu fassen, zu definieren und einen Standard zur einfachen Kommunikation der jeweiligen Rechte- und Lizenzinformationen zu etablieren, dann werden wir damit nicht nur eine eindeutige und stabile Grundlage für das Geschäft der Zukunft einführen. Vielmehr können wir Lesern erst dadurch eine große Auswahl von Möglichkeiten anbieten, E-Books auf unterschiedliche Arten zu lesen und zu erfahren. Das wird ganz sicher helfen, die Akzeptanz von E-Books und den Markt für alle Beteiligten weiter zu stärken.

Wo liegen die Probleme im Zusammenhang mit Abrechnungs- und Verkaufsmetadaten. Warum ist es so schwer ein Standard zu etablieren?

In zweierlei Hinsicht ist es wichtig, die Abrechnungen der Shops und Handelspartner korrekt und zeitnah zu verarbeiten: Erstens muss jeder einzelne Cent, der mit einem E-Book verdient wurde, natürlich gegenüber Verlagen und Autoren abgerechnet werden, auch wenn es sich dadurch um tausende Positionszeilen handelt, die vielleicht nur Cent-Beträge zurückmelden; Abo-Modelle brechen z.B. die monatlichen Gesamt-Erlöse in kleine Summen je Buch herunter. Zweitens wird es nur mit Hilfe täglicher Trend-Zahlen möglich sein, den E-Book-Vertrieb professionell zu steuern, d.h. AdWords-Kampagnen, das Facebook-Marketing oder die Newsletter-Kommunikation in Echtzeit adäquat anzupassen.

Derzeit versendet jeder Händler oder Shop-Betreiber seine Umsatzzahlen in einem jeweils individuellen, proprietären Format. Als Verleger oder Digitalvertrieb erhalten Sie heute Excel- oder CSV-Dateien, sogar PDF-Dateien per E-Mail oder zum Abruf via HTTP- und FTP-Download. In den meisten Fällen können diese Sales Reports derzeit nur manuell verarbeitet werden. Um ständig steigende Datenmengen bewältigen zu können, ist ein Standard erforderlich, der maschinenlesbar ist; vergleichbar mit dem ONIX-Standard für Titel-Metadaten. Ein wichtiger Meilenstein dahin wurde nun mit der Empfehlung der AG Pro des Börsenvereins für den EDItX-Standard gelegt.

Werfen Sie einen Blick auf die Musikbranche: Fast zehn Jahre nach der Einführung des ersten legalen Download-Dienste wird dort noch immer über den DDEX Reporting-Standard diskutiert. Millionenbeträge liegen dort noch immer auf „Rückstellungskonten“, anstatt an Autoren und Verlage ausgezahlt zu werden. Die Buchbranche hat die Chance, das Geschäft von Beginn an richtig anzugehen, und sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!

 

 

The digital rights quagmire

Dienstag, Oktober 4th, 2011

For the O’Reilly radar blog I have been interviewed by Jenn Webb. Have a look at The digital rights quagmire. Sebastian Posth on the complexity of digital publishing rights. Jenn introduced the interview as following:

„Digital publishing brings to light a number of new challenges and areas of uncertainty for everyone, from publishers to authors to retail consumers. Sebastian Posth (@sposth), a speaker at TOC Frankfurt, discusses some of these issues in the following interview. He outlines questions raised in the digital rights and distribution arenas and talks about why the waters have become so muddied.“

You can read the full interview, here … 

 

Publishing ist Rechtehandel

Montag, November 29th, 2010

Die Diskussion über die Möglichkeit, E-Books mit Lesegeräten wie dem Kindle oder dem Nook an Freunde verleihen zu können scheint, so wie sie inhaltlich geführt wird, zunächst eine sehr amerikanische Debatte zu sein. Deutsche Medien berichteten in der gebotenen Distanz und Sachlichkeit über ein Angebot, das noch weit davon entfernt ist, den deutschen Nutzer zu erreichen. Das ist wohl richtig. Thalia, Libri haben die ihre E-Ink-Lesegeräte erst kürzlich mit sehr einfachen Download-Optionen eingeführt. Und auch Amazon’s Kindle ist in Deutschland noch nicht ganz angekommen.

Dennoch lohnt es sich, den Beitrag von Mike Shatzkin über die Ausleihmodelle von Amazon und Barnes & Noble auch hierzulande zur Kenntnis zu nehmen, denn Shatzkin geht in seinen Blogposts immer über das Technisch-Faktische der bloßen News hinaus. Seine Überlegungen betreffen die grundsätzlichen Voraussetzungen und weitreichenden Implikationen dessen, „was nicht alles möglich ist“. Für Verlage, so die Kernthese des hier exemplarisch übersetzen Beitrags, ist es von großer Bedeutung, das Digitale nicht immer aus der Perspektive bestehender Geschäftsmodelle zu betrachten. Vielmehr ist es lehrreich nachzuvollziehen, wie etablierte Nutzungsarten, wie z.B. der Tausch, die Ausleihe oder der Wiederverkauf von Büchern, eine gewisse Eigendynamik gewinnen, wenn sie aus der analogen Welt ins Digitale überführt werden. Denn digital sind sie eingebunden in „soziale Netzwerke“ mit ihren ganz eigenen Regeln oder stehen in einem rechtlichen Kontext, der sich von dem analogen wesentlich unterscheidet. Deshalb funktioniert die Nutzung von Inhalten anders als der Umgang mit Büchern, und auch der Vertrieb von E-Books richtet sich nicht immer nach der bekannten Logik des klassischen Buchgeschäfts. Verlage sollten daher das „Neue“ als etwas „Anderes“ begreifen, und diesem Neuen affirmativ, informiert und aufgeschlossen begegnen. So scheint es Verlagen prinzipiell möglich, das jeweils für sie mögliche digitale Geschäftsmodell zu finden.

***

Hier der Artikel von Mike Shatzkin mit dem Titel: Amazon adds a feature they ridiculed when Nook announced it a year ago, and the implications:

Amazon hat kürzlich angekündigt,  dass es zukünftig möglich sein werde, mit dem Kindle E-Books auszuleihen. Den „Besitzern“ einer E-Book Datei werde erlaubt, Dritten jeweils ein Buch oder einen Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel für die Dauer von 14 Tagen auszuleihen. Wäh­rend dieser Zeit kann der ur­sprüngliche Käufer des E-Books nicht auf das Dokument zugreifen und es auch nicht gleichzeitig mehrfach verleihen.

Ich denke, die Entscheidung von Amazon zeigt wichtige Punkte auf.

1. Der „Kauf“ eines E-Books ist nicht vergleichbar mit dem Kauf eines gedruckten Buches oder einer Glühlampe oder einer Schachtel Pralinen. Man erwirbt eine „Li­zenz“, ungefähr so, als würde man online Software kaufen.

2. Die logische Konsequenz: Publishing ist Rechtehandel. Bei allen Gedanken, die sich Verlage über die wirtschaftlichen Gegebenheiten machen, muss dieser Punkt berücksichtigt werden.

3. Das Nutzerverhalten, das sich in einer nicht-vernetzten Welt entwickelt hat, wird in einer vernetzten Welt und ihren Möglichkeiten völlig neue Ausprägungen erhalten.

Über den Umstand, dass man E-Books nicht in der gleichen Art und Weise „besitzen“ kann wie gedruckte Bücher, gab und gibt es in Teilen der digital-affinen Community viel Unmut. Das äußert sich dann oft in der Ablehnung von DRM oder Forderungen nach offenen und standardisierten Formaten. Sie sollen es jedem erlauben, mit einem E-Book genau die Dinge zu tun, die man mit einem gedruckten Buch auch tun kann (tauschen, verleihen oder wiederverkaufen), jedoch mit dem Unterschied, alle diese Dinge tun zu können, ohne den Besitzanspruch an dem, was man gekauft hat, aufzugeben.

Und das ist wohl ein ziemlich substan­zieller Unterschied.

Die Tatsache, dass Verlage in der digitalen Welt faktisch eher als Rechtehändler agieren, anstatt dass sie Verkäufe nach dem Erschöpfungsgrundsatz tätigen, hat enorme Konsequenzen. Denn es bedeutet, dass die Beziehung, die der Verlag zu einem Kunden aufbaut von Dauer und niemals abgeschlossen ist; eine ziemliche maßgebliche Veränderung zu dem Paradigma des 20. Jahrhunderts, wo man den Kunden nicht einmal kannte.

Die Rechtefrage ist für Verlage allgegenwärtig. Denjenigen, die sich für das sich neu entwickelnde „Social Reading“ so sehr begeistern – eine Praxis, bei der Leser ihre Kommentare und Anmerkungen untereinander austauschen – sind die rechtlichen Implikationen, die das Thema mit sich bringt in letzter Konsequenz vielleicht nicht immer be­kannt. Wenn ich zum Beispiel ein Buch schreibe, in dem ich mich für eine strengere Waffenkontrolle einsetze, kann ich dann darauf bestehen, dass es nicht mit Anmerkungen der Waffenlobby verkauft wird, die jedes Argument des Werkes mit Kritik begleiten?

Literaturagenten und Autoren müssen jeweils herausfinden, welches digitale Modell ihnen sinnvoll erscheint und welches nicht. Zweifellos werden sie zu einer Vielzahl unterschiedlicher Ansichten kommen, was in letzter Konsequenz bedeutet, dass Bücher mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsrechten angeboten werden. Das wiederum erhöht die Komplexität der Verwaltung von Rechteinformationen in der Verwertungs- und Vertriebskette bis hin zum Kunden.

Verlage konnten die Option für ein Ausleihmodell einfach ignorieren, solange nur Barnes & Noble diese Möglichkeit angeboten hat. Der Marktanteil des Kindle am gesamten E-Book-Markt, der schätzungsweise irgendwo zwischen drei- und sechsmal höher ist als der des Nook von B&N, wird Verlage mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu veranlassen, das Ausleihmodell zu unterstützen. Ein Netzwerk von Devices und Users, das um diesen Faktor höher ist, wird dem Verleihen von E-Books eine viel größere Relevanz verleihen. Einerseits wird das Angebot des Kindle also die Nützlichkeit des Ausleihmodells auch zum Vorteil von B&N weiter untermauern und mehr Bücher auf das Gerät bringen. Andererseits aber wird Amazon den Nook dadurch in die Schranken weisen, dass es die gleichen Möglichkeiten für ein Ökosystem mit so viel mehr Teilnehmern eröffnet.
Bei meiner Recherche zu diesem Post stieß ich auf einen Userbeitrag auf Goodreads, wo jemand versucht, um das Ausleihmodell des Nook herum eine Community von sich völlig fremden Menschen zu organisieren mit dem Ziel, sich wechselseitig Inhalte auszuleihen. Das überrascht nicht wirklich, sondern zeigt vielmehr, wie sich eine von Nutzern generierte („crowd-sourced“) Infrastruktur entwickelt, die eine Reproduktion der Erfahrung physischen Besitzes in etwas überführt, das zahlende Kunden zweifellos systematisch zu nicht mehr zahlenden Kunden macht.

Selbstverständlich ist das aktuelle Angebot von Nook und Kindle geregelt und kontrollierbar, weil jeder einzelne Kauf höchstens einen Trittbrettfahrer zur selben Zeit ermöglicht. Trotzdem soll das angeführte Beispiel für die Fähigkeit in Netzwerken zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten zeigen, dass ein völlig freier und uneingeschränkter Tausch, wie er in einer Welt ohne DRM möglich ware, die Anzahl der Trittbrettfahrer vergrößern und Käufe letzlich ersetzen wird.

Ich glaube nicht, dass diese Entwicklungen noch lange auf sich warten lassen. Und ich habe schon oft prognostiziert, dass sich der Preis für digitale Inhalte unerbittlich nach unten entwickeln und es in den nächsten zehn oder zwanzig Jahre immer schwieriger sein wird, ein Geschäft aufrecht zu erhalten, das allein auf den Verkauf von Inhalten setzt. Jedoch brauchen Autoren und Verleger sowie alle, die heute noch vom Verkauf von Inhalten leben, soviel Zeit wie nur möglich, um sich auf völlig neue Geschäftsmodelle einzustellen.

Manche werden es schaffen mit vertikalen Strategien: Sich sammeln, sich den Zielgruppen und Kunden annähern, um ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit auf eine neue Art zu monetarisieren. Andere sehen einen Weg in angereicherten Inhalten (Enhanced-E-Books) oder „sozialen“ Medien und Netzwerken, der sie zu neuen Erlösquellen führen mag und natürlich sind soziale Medienpraktiken, wie das Verleihen von E-Books, auch ein Bestandteile vertikaler Strategien. Noch haben nur sehr wenige überhaupt eine Idee, wie eine profitable Zukunft in einer digitalen Welt aussehen kann.